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  • Vor langer, langer Zeit gewahrte ein frommer Ritter an den Gestaden von Finis Terrae ein wundersames Schiff, das den Leichnam des heiligen Apostels Jakobus aus dem fernen Jerusalem nach Galizien brachte. Er war, wie gesagt, überaus fromm und zögerte nicht, auf seinem Rappen zu dem Schiff zu galoppieren, dachte aber offensichtlich nicht daran, dass man auf dem Wasser nicht reiten kann. Also ging er unter. Weil es sich aber um eine wunderbare Legende handelt, wurde er vom heiligen Jakobus höchstselbst aus dem Wasser gezogen und gerettet. Er war jedoch von Kopf bis Fuß mit Jakobsmuscheln bedeckt. So wurden diese Muscheln zum Symbol für die Millionen von Pilgern, die in den letzten tausend Jahren aus aller Herren Länder zum Grab des Apostels nach Santiago de Compostela gezogen sind. Was mit dem Pferd des Ritters passierte, verschweigt uns die Legende.

    Das ist die – nicht ganz ernste – aber korrekte Wiedergabe der Geschichte der Jakobsmuschel, der man auf dem ganzen Weg begegnet und die in stilisierter Form auch die Tiroler Jakobswege ziert.